Eine Geschichte steht und fällt mit ihren Charakteren. Nur wenn die Leute die Luft zusammen mit deinen Charakteren anhalten, weisst du, dass sie ihnen wichtig sind. Hier will ich mit dir die Kunst, eine Charakter zum Leben zu erwecken.
Die Grundlagen eines guten Charakters
Einem guten Charakter nimmt man seine Handlungen und Reaktionen ab. Mit gut ist hier nicht ein Heldencharakter gemeint, es geht darum, dass er authentisch und nachvollziehbar ist. Ein guter Charakter kann noch immer überraschen, aber er bewegt sich stets in seinem Rahmen.
Bitte pass aber auf, dass du deine Charaktere nicht zu eintönig machst, denn ein Charakter kann sich mit der Zeit ändern. Vor allem innere Konflikte lösen einen Wandel in Charakteren aus, denn sie bestimmen, wie sich ein Charakter gegen aussen und gegen andere Charaktere zeigt und verhält.
Motivation und Zielsetzung
Egal, ob Roman, Kurzgeschichte, Film, Serie oder Serials: Angetrieben wird jeder Charakter von seiner Motivation und seinen Zielen. Tut ein Charakter alles, um seine Familie zu schützen, dann spiegelt sich das in seinen Handlungen wider.
Du solltest dir also immer überlegen, was deine Charaktere antreibt, was sie wollen, was sie brauchen und was sie bereit sind zu tun, um ihre Ziele zu erreichen.
Am besten suchst du dir ein paar deiner Lieblingscharaktere aus und schreibst auf, was ihre Motivationen sind. Versuche dich auf Details zu konzentrieren, damit du die Unterschiede ausmachen kannst.
Grundlagen zur Charakterentwicklung
Für dein Publikum ist es interessant, deine Figuren auf ihrer Reise zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben. Achte vom ersten Moment der Charaktererstellung darauf, dass du die Charakterentwicklung nicht vergisst.
Wenn du dir nicht sicher bist, was einen Charakter von dir ausmacht, kannst du auch anders starten und dir Entwicklungen notieren, die du gerne widerspiegeln möchtest.
Brainstorme und zeichne dir in Mindmaps alle möglichen groben Wege auf. Klassisch ist beispielsweise das Bedürfnis, jemanden zu beschützen, was schlussendlich in einem Kontrollzwang endet. Oder wie wäre es mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit, was im Verlust der Individualität endet?
Nutze Klischees und Stereotypen aus und schreib einfach drauf los. Es geht darum, dass du Ideen findest und auch Muster erkennst. Hast du einige Ideen und Entwicklungen notiert, kannst du schauen, wo sich dir bekannte Charaktere aufhalten. Normalerweise sind viele verschiedene Aspekte involviert und verschiedene Charakterzüge entwickeln sich und dadurch bekommst du auch ein Gefühl dafür, wie das Ganze bei etablierten Figuren funktioniert.
Hintergrundgeschichten und Fragebögen
Die Basis der Charakterentwicklung liegt in der Hintergrundgeschichte deiner Charaktere. Wieso sind sie da, wo sie jetzt gerade sind? Woher sind sie gekommen und was hat sie geprägt?
Diese Fragen kannst du am einfachsten beantworten, wenn du dir einen Charakterfragebogen zusammenstellst, den du jeden wichtigen Charakter ausfüllen lässt. Du kannst natürlich auch verschiedene Fragebögen für verschiedene Situationen erstellen oder für verschiedene Tiefenstufen. Ganz sicher gibt es Charakter in deinen Geschichten, die nicht dieselbe Tiefe wie ein Protagonist brauchen.
Du findest ganz sicher gute Beispiele von solchen Charakterfragebögen und du solltest sie auch als Basis brauchen. Wichtig ist aber, dass du den Einfluss deiner Welt nicht ausser Acht lässt. Vielleicht gibt es generalisierte Fragen, die in deiner Welt keine Rolle spielen. Nehmen wir an, in deiner Welt werden alle Kinder nach der Geburt direkt in ein grosses Heim gebracht, wo sie bis zur Mündigkeit ausgebildet werden, ohne Kontakt zur Aussenwelt. Eine Frage bezüglich Eltern oder Geschwistern erübrigt sich, denn in deiner Welt spielt das keine Rolle. Natürlich ist dieses Beispiel nicht perfekt, aber du siehst, worauf ich hinaus will.
Selbst Fragebögen musst du das fantastische deiner Welt einhauchen.
Der innere Konflikt des Charakters
Konflikte treiben eine Geschichte an. Charaktere treiben eine Geschichte an. Die logische Schlussfolgerung: Charaktere in Konfliktsituationen trieben eine Geschichte an.
Gib deinen Charakteren innere Konflikte, die sich in ihrem Handeln zeigen. Dein Publikum will lesen, wie deine Charaktere sich entscheiden müssen, sich innerlich fast zerreissen und vielleicht sogar an ihren Entscheidungen brechen.
Hat ein Charakter mit einer Sucht oder mit einem Verlust zu kämpfen, dann hast du schon Beispiele von inneren Konflikten gefunden.
Deine Aufgabe ist es, deine Charaktere in Situationen zu werfen, die genau diese Konflikte auslösen oder zur Geltung bringen. Ist ein Charakter mit allem zufrieden, dann gibt es in keiner Situation den inneren Konflikt, der den Einsatz erhöht. Dieser Einsatz erzeugt eine zusätzliche Spannung bei deiner Leserschaft, die sie an die Geschichte und die Charaktere fesselt.
Du solltest dir auch Gedanken machen, wie du innere Konflikte zeigen willst. Du kannst jedes Mal einen langen inneren Monolog verwenden, aber das wird ganz klar mit der Zeit langweilig und zerstört das Tempo der Geschichte ungemein.
Nehmen wir an, deine Figur hat eine Phobie vor Feuer. Sie und andere Charaktere sind in einem brennenden Haus gefangen und müssen einen Weg heraus finden. Diese Szene ist schnelllebig und das will dein Publikum auch so erleben. Hier kannst du keine Seite damit verbrauchen, dass deine Figur im inneren Monolog über ihr Trauma spricht und sich schuldig oder unfähig fühlt. Lass die Figur zögern, unsicher sein, aber wahrscheinlich übernimmt ein anderer Charakter schnell das Kommando, denn es geht um ihr Leben.
Wie immer überlebt mein Beispiel keinen kritischen Blick – soll es auch nicht. Es soll dich animieren, den Gesamtüberblick nicht zu vergessen, auch bei Themen wie dem inneren Konflikt von einzelnen Charakteren.
Arten von Konflikten
Jetzt habe ich vieles über den inneren Konflikt gesprochen, aber es gibt noch andere Konfliktarten, die du im Kopf behalten solltest:
- Äusserer Konflikt
- Hauptkonflikt
- Nebenkonflikt
Das Gegenstück zum inneren Konflikt ist der äussere Konflikt. Äussere Konflikte sind für viele Charaktere gleich, denn eine externe Partei, über die sie keine Kontrolle haben, verursacht diese. Banditen, die ein Dorf überfallen – ein ganz einfach Beispiel für einen äusseren Konflikt.
Der Hauptkonflikt bildet das Grundfundament deiner Geschichte. Normalerweise ist das ein äusserer Konflikt, aber mit genügend Fingerspitzengefühl könntest du auch ohne Problem einen inneren Konflikt zum Hauptkonflikt machen. Aus dem Hauptkonflikt entsteht meist die Haupthandlung, die den Verlauf der Geschichte vorgibt.
Eine Haupthandlung lässt meist nicht viel Spielraum, um deine Charaktere besser kennenzulernen, deshalb solltest du mit Nebenkonflikten arbeiten. Diese sollen einzelne Charaktere entwickeln und je nach deiner Einschätzung die Haupthandlung voranführen.
Musst du dir vor dem Schreiben im Klaren sein, wer welche Konflikte hat? Ja und nein. Der Hauptkonflikt sollte bereit sein, aber du kannst und solltest genug Platz zum Atmen lassen. Vielleicht merkst du während des Schreibens, dass einer deiner Charaktere ein Vertrauensproblem hat, das du noch erläutern willst. Oder vielleicht fällt dir auf, dass deine Charaktere viel zu unbeschadet voran kommen und du sie nochmals testen willst, bevor sie sich dem Bösen stellen können.
Du solltest einen groben Plan haben und dich dann selbst überraschen lassen, wohin dich dein Schreiben bringt. Überraschst du dich selbst, überraschst du auch dein Publikum.
4 Tipps zur Charakterisierung
Deine Charaktere sollen einen bleibenden Eindruck bei deiner Leserschaft hinterlassen und sich in ihren Köpfen einnisten. Wichtig ist hierbei, dass sie Persönlichkeit und Individualität aufweisen. Ich will dir vier Tipps geben, wie du das mit deinen Charakteren hinbekommst:
- #1 Beschreibung von Aussehen und Kleidung
- #2 Verwendung von Dialogen
- #3 Die Bedeutung von Gesten und Körperhaltungen
- #4 Verwendung von Perspektivenwechseln
#1 Beschreibung von Aussehen und Kleidung
Mit Kleidung und Aussehen hast du deinen einfachsten Weg zur Wiedererkennung gefunden. Gib deinen Charakteren ein individuelles Erscheinungsbild, das sie aus der Masse abhebt. Ein Charakter hat ein Bein verloren und läuft jetzt mit einem Stahlbein mit Klinge an Schienbein und Wade herum? Beschreibe das und zeig, wie dein Charakter damit umgeht. Oder vielleicht hat dein Charakter eine Narbe im Gesicht und verdeckt dieses deshalb immer. Damit kannst du deiner Leserschaft ein klares Bild malen und deine Charaktere in den Köpfen verewigen.
#2 Verwendung von Dialogen
Die Art und Weise, wie jemand spricht, kann einzigartig sein. Schauen wir uns bloss die ganzen Akzente und Dialekte an. Misch dort noch ein paar verschluckte Silben und ein spezifisches Vokabular hinein und schon hast du etwas aussergewöhnliches. Denke wieder daran, woher deine Charaktere kommen, denn das beeinflusst die verwendeten Worte.
Du kannst leicht überprüfen, wie einzigartig die Sprache deiner Charaktere ist, wenn du in einem Dialog alles ausser gesprochenem Text streichst. Hörst du die Charaktere aus dem Text heraus? Erkennst du, wer spricht anhand von ein paar weniger Worte? Kannst du dir die Konversation mit den Beteiligten vorstellen und klar sehen, wer wann spricht, dann hast du schon vieles richtig gemacht.
#3 Die Bedeutung von Gesten und Körperhaltungen
Lassen wir das gesprochene Wort beiseite, haben wir noch Gesten und Körperhaltungen. Deine Charaktere haben vermutlich vieles erlebt und das zeigt sich an ihrem Verhalten. Wenn Händeschütteln mit der rechten Hand normal für deine Welt ist, was tut dann ein Charakter, der seinen rechten Arm verloren hat?
Oder nimm ein einfaches Beispiel: Einen Freund zu sich rüberwinken. Stell dir vor, wie deine Charaktere einen Freund auf sich aufmerksam machen und wie sie ihn zu sich rüberwinken. Oder wie sieht es mit einem ganz simplen Handheben aus? Oder wie laufen deine Charaktere?
Mittels Gesten und Bewegungen kannst du in enorm vielen Situationen die Individualität deiner Charaktere zeigen, ohne dass es als unnötiger Info-Dump wahrgenommen wird.
#4 Verwendung von Perspektivenwechseln
Ein stilistisches Hilfsmittel, damit deine Charaktere mehr Tiefe und Einzigartigkeit erhalten, ist ein Perspektivenwechsel. Schreibst du aus der Sicht einer deiner Charaktere, dann bekommt man vieles vom Innenleben dieses Charakters mit, aber nicht wirklich vieles über die Gewohnheiten. Mit einem Perspektivenwechsel kannst du die Aussensicht einschalten und alle Marotten aufzeigen.
Das Innenleben deiner Charaktere ist nicht weniger wichtig, deshalb solltest du allen Charakteren diese Chance geben. Pass aber auf, dass du dich nicht im Innenleben verlierst und das Tempo der Geschichte nicht mehr zum Tempo deines Textes passt.
Veränderungen und Wachstum des Charakters – Die Charakterentwicklung
Wirfst du deine Charaktere in Konflikte und gibst ihnen ständig neue Probleme, dann sollte man es ihnen auch irgendwann anmerken. Dieser Prozess ist als Charakterentwicklung definiert und zeigt das Wachstum deiner Charaktere.
Die Charakterentwicklung ist wichtig, damit sich deine Charaktere lebendig und echt anfühlen. Deine Leserschaft kann sich mit den Veränderungen identifizieren und sich den Figuren verbunden fühlen.
Hier ist wichtig, dass du authentisch und glaubwürdig bleibst. Gibst du deinem Publikum einen zerbrechlichen Charakter, der innerhalb weniger Seiten zum Anführer eines Königreiches wird, dann mach dich auf negatives Feedback gefasst.
Ich sage nicht, dass ein zurückhaltender und zerbrechlicher Charakter diese Entwicklung niemals durchmachen könnte. Ich sage, dass es seine Zeit dafür braucht. Überleg dir gut, wo du mit deinen Charakteren hinwillst, denn gute Charakterentwicklung zeigt sich in den kleinen Etappen, die sich Kapitel für Kapitel zeigen.
Die grössten Veränderungen kommen von Wendepunkten und Entscheidungen. Sei auf eine Art grausam zu deinen Charakteren und wirf ihnen ihre schlimmsten Ängste an den Kopf, damit sie daran wachsen oder eben zerbrechen. Du willst sie sich entwickeln lassen, damit deine Leserschaft auch etwas zu entdecken hat.
5 Fehler beim Erstellen von Charakteren
Deine Charaktere sind perfekt, wenn du sie für gut empfindest. Schreibst du deine Geschichte nur für dich, dann musst du auch nur dich fesseln, unterhalten und zum Nachdenken bringen.
Schreibst du eine Geschichte, die auch andere lesen und erleben sollen, dann gebe ich dir ein paar Fehler mit, die du bei der Charktererstellung vermeiden solltest.
Hierbei handelt es sich nicht um universelle Tatsachen. Mit der richtigen Erfahrung kann jeder dieser Fehler zu einem Verkaufsargument deiner Geschichte werden.
- #1 Stereotypen und Klischees
- #2 Übertriebene oder unrealistische Eigenschaften
- #3 Einseitige Charakterisierung
- #4 Charaktere vernachlässigen
- #5 Charaktere zu echt machen
#1 Stereotypen und Klischees
Stereotypen und Klischees sind Fluch und Segen. Einerseits bieten sie deiner Leserschaft Halt, andererseits sind sie ausgelaugt und können diskriminierend sein.
Achte bei der Charakterentwicklung darauf, dass du jede Entscheidung bewusst fällst. Nimm eine Liste mit stereotypischen Charakteren zur Hand und vergleiche deine Figuren mit ihnen. Gibt es zu viele Überschneidungen, solltest du einen Schritt zurück gehen.
#2 Übertriebene oder unrealistische Eigenschaften
Aus Furcht vor langweiligen Charakteren kannst du leider schnell am anderen Ende des Spektrums landen. Übermässige Zuneigung, wie sie Romeo und Julia nicht besser darstellen könnten, kannst du dir hier als Beispiel vorstellen.
Motivationen und Ziele haben ihre Grenzen und je nach Charakter sind diese Grenzen anders ausgelegt. Nehmen wir an, dass du das Ziel hast, mindestens 1’000 Wörter am Tag zu schreiben. Dieses Ziel verfolgst du dann, so gut es dir möglich ist. Vielleicht ist Urlaub für dich Erholung von allem und dementsprechend setzt du auch dein Ziel ausser Kraft. Oder du siehst Urlaub als Möglichkeit und setzt dein Ziel auf 3’000 Wörter am Tag hinauf. Achte dabei bitte auf dich und höre auf deinen Körper und deinen Geist.
Nehmen wir an, dass ein Charakter in deiner Geschichte andere beschützen will. Übertrieben und unrealistisch wird es dann, wenn sich im Leben deines Charakters alles nur noch um das Beschützen dreht. Keine Türe wird mehr selbst aufgemacht und jedes Ausrüstungsteil doppelt und dreifach kontrolliert. Schreibst du einen solchen Charakter, ist es eine Gradwanderung von humorvoll zu unheimlich. Wenn ein solcher Charakter in deine Geschichte passt, dann ist das wunderbar.
Wichtig für dich ist es, die übertriebenen Eigenschaften gut zu begründen, damit sie deiner Leserschaft nicht als übertrieben, sondern als glaubhaft wahrgenommen werden.
#3 Einseitige Charakterisierung
Du willst, dass dein Publikum sich mit deinen Charakteren identifizieren kann. Das erreichst du ganz sicher nicht mit einseitigen Charakteren.
Einseitige Charaktere verkörpern eine einzige Eigenschaft. Du solltest dich fragen, ob du eine Person kennst, die das macht. Mit grosser Wahrscheinlichkeit findest du bei allen Leuten ein Gemisch aus verschiedenen Anreizen und Motivationen.
Der Gutmensch, der immer nur das Positive sieht? Nach zwei Kapiteln hängt er zum Hals raus. Gib ihm einen inneren Konflikt und schon sieht es ganz anders aus.
Solltest du solche Gutmenschen aus deiner Geschichte streichen? Definitiv nicht! Schreibst du beispielsweise eine Geschichte zu den sieben Todsünden, dann könntest für jede einen Charakter erstellen, der diese und genau nur diese lebt. Auch der Gutmensch kann im richtigen Szenario perfekt in deine Geschichte passen.
#4 Charaktere vernachlässigen
Die Hauptcharaktere begleiten deine Leserschaft am längsten, also solltest du ihnen auch die nötige Aufmerksamkeit schenken. Vergiss dabei aber bitte nicht, auch deinen Nebencharakteren die nötige Tiefe zu verleihen. Zu schnell entsteht ein Haufen Nebencharaktere, den dein Publikum nicht mehr auseinanderhalten kann.
Es kann helfen, wenn du dir die Motivation der Charaktere für jede Szene kurz notierst. Erkennst du dabei eine Ähnlichkeit bei deinen Nebencharakteren, dann solltest du sie dir nochmal ein wenig genauer anschauen.
#5 Charaktere zu echt machen
Charaktere echt wirken zu lassen ist eine Hauptaufgabe von dir in deiner Geschichte, aber denk daran, dass «zu echt» auch ein Problem sein kann.
Wie du dir das vorstellen kannst? Ganz einfach: Die meisten Menschen erleben in ihrem ganzen Leben nicht so viel, wie die Figuren deiner Geschichte in einem Buch. Jetzt gehen wir davon aus, dass du eine Serie schreibst und schon hast du Erlebnisse für ganze Generationen zusammengelegt.
Versteh mich nicht falsch. Es gibt Menschen, über die könnte und sollte man Bänder verfassen. Aber der Durchschnittsmensch lebt ein «langweiliges» Leben im Vergleich zu deinen Protagonisten. Und noch viel wichtiger: In einem echten Leben ist der Fokus der Werte und Vorstellungen festgelegt. Ob diese klare Verteilung zu deinem Werk passt oder nicht, musst du dann noch herausfinden.
Zusammenfassung und Fazit
Die Charaktere deiner Geschichte entscheiden, wie deine Leserschaft zu deinem Werk steht. Deshalb solltest du bei der Charaktererstellung genau darauf achten, was du genau machst und was du dir für Möglichkeiten auf- oder verbaust.
Finde die Konflikte deiner Welt und lass sie auf deine Charaktere wirken. Schau dir an, was aus ihnen wird und vielleicht solltest du manchmal auch einfach etwas verrücktes machen, einfach um zu sehen, wie deine Figuren reagieren.